Historie

© Dresdner Bank, Bildquelle: Historisches Archiv der Dresdner Bank

Von der Bank zum 5-Sterne-Hotel
Das Rocco Forte Hotel de Rome

Das Rocco Forte Hotel de Rome am Berliner Bebelplatz kann nicht nur in seinen eigenen Mauern interessante Geschichten erzählen, auch der Name an sich reicht über mehr als zwei Jahrhunderte zurück und ist Bestandteil der Berliner Geschichte.

Neben der Geschichte des Namens für „Hotel de Rome“ erzählt das heutige Hotelgebäude seine ganz eigene spannende Geschichte. Das Gebäude in seiner Grundform wurde in den Jahren 1887 bis 1889 nach einem Entwurf des Architekten Ludwig Heim erbaut. Eigentümer wurde die Dresdner Bank, welche bis 1945 hier ihren Stammsitz hatte. Bis 1910 gab es einige bauliche Veränderungen, die das Gebäude maßgeblich mitprägen. So wurde in dieser Zeit ein großzügiger, gediegen ausgestatteter Kassensaal über zwei Geschosse angelegt – heute der 276 Quadratmeter große Ballsaal mit seiner original Ausstattung von Sandsteinbrüstungen, Deckenstuck und Terrazzoboden mit Mosaikeinlagen. An den vier Ecken des Saales sind jeweils die vier Hauptniederlassungen der Dresdner Bank (Dresden, Bremen, London und Berlin) verewigt.

Weiterhin entstanden zwei Treppenhäuser die nahezu geschlossen erhalten wurden. Das damals neue zweiläufige Treppenhaus mit Granitstufen und einem hellen Sockelbereich aus ornamentalen glasierten Fliesen und einem schmiedeeisernen Geländer als auch das marmorverkleidete Treppenhaus mit Stahltreppe. Das erste und zweite Obergeschoss weist in den Korridoren großflächige Stuckfelder mit figürlichem Schmuck auf während in den angrenzenden ehemaligen Direktorenzimmern sich noch bauzeitliche Wandschränke, hölzerne Wandverkleidungen, bauzeitliche Türen sowie vereinzelt prunkvolle Holzkassettendecken befinden. Hier befinden sich heute die Executive Suiten des Hotels, die auch Zeitzeugen des Zweiten Weltkrieges sind. Beschädigungen an den Wänden, hölzernen Verkleidungen und sogar Granitsplitter sind in mühevoller Arbeit erhalten geblieben. Ein wahrhaft historisches Zuhause auf Zeit.

Geschichte des Hauses

1887-1889 ließ die Dresdner Bank für ihre Geschäftsleitung ein reich dekoriertes Gebäude im Stil der italienischen Hochrenaissance nach einem Entwurf des Architekten Ernst Ludwig Heim (1844-1917) errichten. Das Haus verfügte ursprünglich über drei Etagen.

1923 erhielt das Haus drei zusätzliche Etagen und störte damit das architektonische Gleichmaß des Platzes empfindlich. Nach dem Zweiten Weltkrieg, im Jahre 1952, wurde das Bankhaus nach Beschädigungen saniert und wieder auf drei Etagen zurückgebaut. 

1945 wurde die Dresdner Bank enteignet, ihre Zentrale und alle Geschäftsstellen in der sowjetischen Besatzungszone wurden geschlossen.

Bis zur Wende nutzten die Bezirksleitung Berlin der SED und die Staatsbank der DDR das Haus. Nach dem Fall der Mauer stand das Gebäude größtenteils leer und wurde nicht genutzt.

Die Renovierung des Gebäudes begann im Jahre 2003 und das Hotel de Rome wurde am 12. Oktober 2006 nach dreijähriger Umbauphase eröffnet. Besitzer des Gebäudes ist die CommInvest.

Das Hotel de Rome okkupiert dabei nur einen Teil des damaligen Bankgebäudes, dieses erstreckte sich nämlich über das gesamte heutige Opernkarrée. 
Der Gebäudekomplex ist ein für Berlin typischer Bau, der sich um drei Lichthöfe gruppiert.

Leitend beauftragt mit der Ausgestaltung der Innenräume war Tommaso Ziffer, ein bekannter italienischer Innenarchitekt, der auch für das Interieur im Hotel de Russie verantwortlich war.  Unterstützt wurde er von Olga Polizzi, Schwester von Sir Rocco Forte, und ihrem Design-Team. Die tragende Idee bei der Renovierung war „Altes bleibt alt, Neues ist neu.“ 

Geschichte des Hotelnamens:

Bereits 1775 fand der Name „Hotel de Rome“ bzw „Hotel Stadt Rom“ Erwähnung. Hierbei handelte es sich um ein einen Gasthof Unter den Linden, der zu den neun Gasthöfen erster Klasse in Berlin zählte, heute die Hausnummer 10 Unter den Linden.

Ende der 50er Jahre des 19. Jahrhunderts erwarb Adolf Mühling das Hotel und ließ das Haus umbauen und erweitern, so dass ein fünfgeschossiges Hotel mit 200 luxuriösen Gästezimmern, Ballsaal und vornehmen Restaurant entstand. Jahrelang galt das Hotel de Rome als prominentestes Hotel der Stadt, bis zum Ende des 19. Jahrhunderts avancierte es zum Treffpunkt der deutschen Aristokratie und richtete große Veranstaltungen wie zum Beispiel den jährlichen Presseball aus.

Hotelier Mühling galt indes als Hoflieferant, so ließ sich Kaiser Wilhelm I. regelmäßig eine Badewanne aus dem Hotel bringen, da sein Palais zu diesem Zeitpunkt noch nicht über Badezimmer verfügte. Die spezielle „Kaiser-Wanne“ ist noch heut ein wohlgehütetes Geheimnis.

Die ehemalige Lage des Grand Hotel de Rome Unter den Linden zwischen Friedrichstrasse und Charlottenstrasse war von unschätzbarem Vorteil. Damals wie heute verfügte das Hotel de Rome über die neuesten technischen Errungenschaften, so nahm das Haus 1867 den ersten hydraulischen Personenaufzug in Betrieb; im gleichen Jahr erst wurde in Paris diese Technik einem kleinen Personenkreis auf der Weltausstellung präsentiert. Auch die Zimmerrechnung konnte der Gast damals in seinen Räumlichkeiten mit Hilfe des Preiskurant ansehen, dessen Bedienung durch Telegrafen, Sprachröhren und Flugmaschinen (durch Druckluft betriebene Hotelrohrpost) gewährleistet wurde. Heute übernimmt der interaktive Fernseher diese Funktion. Da keine Nachfolge Mühlings geregelt war wurde einem Antrag im Februar 1910 auf Abbruch des Hotels stattgegeben.

KUNST UND GESCHICHTE IM HEUTIGEN HOTEL DE ROME

Eingang Bebelplatz

Vier handkolorierte Kupferstiche des italienischen Barockkünstlers Giuseppe Vasi (*1710 - +1782) zeigen markante Punkte Roms: Die Engelsburg, den Tiber, das Forum Romanum und den Petersplatz.

Lobby

Die Säulen in der Lobby und im Opera Court (Marmor und Granit, massiv, tragend) waren während der DDR-Zeit mit Farbe übermalt, da das Marmor und der Granit zu pompös waren und nicht der Einstellung der damaligen Zeit entsprachen.

Die vier roten Vasen sind gusseiserne Kopien von Stücken aus dem Garten der Villa Farnese (Meisterwerk der Renaissance, das um 1550 auf dem Monte Cimini errichtet wurde, dem dicht bewaldeten vulkanischen Hügel etwa 60 Kilometer nordwestlich Roms).

Opera Court

Die Decke im Opera Court wurde bei den Umbaumaßnahmen mit 1,2 kg neu vergoldet. Und zum Originalzustand zurückgeführt. Die Stuckaturen an der Decke wurden nicht komplettiert.

Der Opera Court dient als Tea Room, das Wohnzimmer im Hotel, in dem nachmittags bei klassischer Klaviermusik der High Tea serviert wird oder, der Abends auch gerne als ruhiger Ort für einen letzten Drink genutzt wird. Es stehen 40 Sitzplätze zur Verfügung.

Die Glasdecken in der Lobby und im Opera Court sind originale Bestandteile.
In der Lobby wurde das Messing mit Säure behandelt um einen „gealterten“ Effekt zu erhalten. Die Dellen im Metall stammen von einem Granateneinschlag.

Die Spiegel über den Sofas stammen aus einer venezianischen Manufaktur und sind lediglich auf alt gemacht.

An den Wänden finden sich zwei monumentale und graphisch bearbeitete Arbeiten des in Berlin lebende Fotografen Alexander Wolf (*1965). „Italian Coffeehouse“ und „Woman in red corridor“ basieren beide auf digitalen Aufnahmen, deren Eigenschaften wie Pixelung oder Tonwerterasterung der Künstler bewusst einsetzt.

Foyer Rezeption

Ein Abguss der Mitteltafel des sogenannten „Ludovisischen Thrones“ (im Park der früheren Villa Ludovisi in Rom 1887 gefundenes griechisches, reliefgeschmücktes Marmorwerk um 470–460 v. Chr.)
Dargestellt ist die „Geburt der Venus“. Das Original wird im Thermenmuseum in Rom aufbewahrt, der Abguss wurde durch die Abgusssammlung des Antikenmuseum Basel ausgeführt.

Restaurant

Das Restaurant verfügt neben 120 Sitzplätze in den Sommermonaten zusätzlich über einen begrünten Innenhof mit 60 Sitzplätzen.
Küchenchef: Jörg Behrend (Leichte mediterrane und italienische Küche)

Im Restaurant findet sich die einzige nicht-originale Säule im Haus.

Die vier Collagen der Künstlerin Esther Schwarz wurden speziell für das Restaurant angefertigt. Bezug nehmend auf Werke von Kurt Schwitters fügte die Künstlerin Elemente verschiedenster Herkunft und aus unterschiedlichsten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts zusammen.

Darüber hinaus finden sich drei Fotografien der in Mailand lebenden Fotografin Nataly Maier (*1957) auf den Spiegeln des Restaurants sowie auf dem Paravant. „Tassen“, „Kekse“ und „Teller“ sind die Titel der Arbeiten, bei denen es sich um artifizielle Arrangements der Künstlerin handelt, die nach ihrer Ablichtung demontiert bzw. zerstört werden. Im weiteren Verlauf greift die Künstlerin mit chemischen Mitteln in den Entwicklungsprozess ein, wodurch die Fotografien einen malerischen Charakter erhalten

Verbindungsflur Foyer Restaurant

Vier digital bearbeitete Fotografien des römischen Fotografen Daniele Colarieti wurden als Kontrast zu den schwarzen Wänden des kurzen Korridorstückes eingesetzt.

Bebel Bar

Räumlich ist die Bar in zwei Hälften aufgeteilt. Man hat den Gedanken an eine italienische Loggia verfolgt. Der Gast soll den Eindruck gewinnen, draußen zu sitzen. Der hintere, dunklere Teil wird durch die Bögen nach außen hin geöffnet. Die Außenwand der Bar hat die gleiche Farbe, wie die Außenmauern und verstärkt damit diesen Eindruck.

Die Holzvertäfelung über der Tür und die Stuckdecke wurden bei der Renovierung freigelegt.

Die Bronzevase auf der Bar stammt von einem sehr kleinen und exquisiten italienischen Antiquitätenhändler. Der Besitzer des Geschäftes war von der „Ehre“ der einer seiner Stücke zuteil wurde so angetan, dass er mitsamt seiner Familie die weite Reise im Auto in Kauf nahm um persönlich sicherzustellen, dass die Schale unversehrt in Berlin ankommt.

An der linken Wand finden sich zwei repräsentative Arbeiten des in Köln lebenden Malers Franziskus Wendels (*1960) mit den Titeln „Westen“ und „Süden“. Sie schildern eine nächtlich erleuchtete Stadt mit Hochhäusern, Straßen und Fahrzeugen, die sämtlich nur durch ihre Lichtspur bestimmt werden, wohingegen ihre eigentliche Substanz im Unfassbaren, Dunklen bleibt.

Zudem findet sich in der Bar eine überlebensgroße Marmorskulptur, die sich in ihrer Formensprache auf eine Werk des russisch – amerikanischen Bildhauers Alexander Archipenko bezieht, der als einer der Wegbereiter der abstrakten Skulptur zu Beginn des 20. Jahrhunderts gilt.

Im Eingangsbereich der Bar befinden sich Fledermäuse in der Steinverkleidung an der Decke, die bei der Renovierung als erste freigelegt wurden und der Bar nicht nur den Spitznamen Batman-Zimmer verpassten sondern auch zu wilden Spekulationen über die vorherige Nutzung des Gebäudes führten.

Velvet Room

Es öffnet sich der Blick auf der „Mensch im Holozän“, ein Bild des Berliner Künstlers Stefan Hoenerloh, das eine fiktive Straßenszene darstellt und ebenfalls den Eindruck verstärkt sich draußen Aufzuhalten. Die Akribie mit der der Maler den Fassaden seiner Gebäude Gestalt verleiht, schafft die Atmosphäre einer vergangenen Zeit, in die der Betrachter einen, gleichsam eingefrorenen, Blick erhält.

Als Kontrast finden sich im gleichen Raum drei Fotografien des in Paris lebenden Fotografen Sandy Blond-Fleury, der Alltagsgegenstände in einer unmittelbaren Nahsicht zeigt, die den eigentlichen Charakter der Objekte hin zu abstrakten Mustern und Farbspielen verändert. Die Titel der Arbeiten lauten (rechts beginnend, gegen den Uhrzeigersinn)  „FEU“, „PRISME A2“ und „PRISME A1“.

Die Wände sind mit braunem Samtstoff verkleidet.

Concierge

Das Kunstwerk über dem Concierge-Desk stellt Mozart (*1756-1791) dar. as Relief wurde 1905 anlässlich Mozarts 150. Geburtstag im Atelier von Reinhold Felderhoff in Berlin geschaffen. Modelliert wurde es in Gips nach einer Silberstiftzeichnung von Doris Stock aus dem Jahr 1789; während eines Aufenthalts des Komponisten in Dresden und gilt als letztes Porträt, das zu Lebzeiten Mozarts angefertigt wurde.

Es handelt sich um die einzige Relief Marmor Ausführung und wird im Hotel de Rome zum ersten Mal der Öffentlichkeit gezeigt.

Rezeption

Bei dem Abguss handelt es sich um die Mitteltafel des sogenannten „Ludovisischen Thrones“ mit der Darstellung der „Geburt der Venus“. Das Original wird im Thermenmuseum in Rom aufbewahrt, der Abguss wurde durch die Abgusssammlung des Antikenmuseum Basel ausgeführt.

Historisches Treppenhaus

Das Gebäude wurde von der Dresdner Bank im Jahr 1889 bezogen, die ersten Aufzüge gab es aber erst ab dem Jahr 1905. Aus diesem Grund wurde ein derart imposantes Treppenhaus als Aufgang zur Beletage (früher der bevorzugte Wohnraum, daher die höchsten Räume und aufwändigsten Verzierungen) entworfen, um zur ersten Etage zu gelangen auf der die damaligen Direktorenzimmer untergebracht waren.

Das Geländer ist eine Stahlkonstruktion an der die ersten Einflüsse des Jugendstils erkennbar sind (florale Bauelemente). Das schwarze Geländer wurde beim Umbau angebracht, weil die ursprüngliche Höhe des Geländers nicht den heutigen Bauvorschriften entsprach.
Die Marmorverkleidung und das Parkett sind original und wurden lediglich aufgearbeitet.

Verbindungsflur Foyer Bankett

Hier präsentiert Kiki Kausch ihre Fotoarbeit "Man at Work". Das Triptychon zeigt Karl Lagerfeld, der nicht nur Modeschöpfer, sondern auch Fotograf ist, während der Aufnahmen für eine Chanel-Kampagne im New Yorker Stadtteil Soho. Dort fotografierte er das kanadische Topmodel Daria Werbowy.

Im November 2006 wurde "Man at Work" in Karl Lagerfelds eigener Fotografie-Ausstellung "one man shown" in der Berliner C/O Galerie gezeigt. 2007 wurde eine Ausgabe aus der zehnteiligen "Man at Work"-Auflage während der großen "Cinema for Peace"-Gala im Rahmen der Berlinale versteigert. Im Herbst 2008 war "Man at Work" Teil der exklusiven Ausstellung "Fashion", Geschichte der Modefotografie, in der Galerie Camera Work in Berlin.

Es handelt sich bei dieser Bilderserie um die einzigen Kunstwerke im Haus, die zum Verkauf stehen. Alle Anfragen werden über das Direktionsbüro entgegen genommen.

Ballsaal Foyer

Entsprechend dem Motto „Altes bleibt alt und Neues ist neu“ wurden die Wandnischen mit den Goldmalereien hinter Bretterverschlägen freigelegt und konserviert, jedoch nicht restauriert; sie sind denkmalgeschützt. Die original Stuckdecke war nicht mehr vorhanden und wurde durch eine mehrstufige Decke ersetzt, die auch zu den Kennzeichen des Innendesigners Tommaso Ziffer gehört.

Für diesen Bereich hat der Maler Franziskus Wendel, der bereits mit zwei Arbeiten in der Bar vertreten ist, drei großformatige Arbeiten zu seiner Serie der „großen Brüder“ angefertigt. In diesem Werkblock schildert der Künstler Leuchter, Lüster und Kandelaber, die wie glühende Zeichen aus der Dunkelheit ihres Untergrundes heraustreten und mit sparsamsten Mitteln Räumlichkeit und Tiefe suggerieren.

Ballsaal

Der heutige Ballsaal war früher die Schalterhalle der Dresdner Bank und hat eine Deckenhöhe von 8 bis 10m.

Die Säulen und Balustraden sind original erhalten und aus Sandstein. Im ersten Stock hat man die Bögen geschlossen, weil dahinter Gästezimmer untergebracht sind. Früher konnten die Direktoren dort stehen und das geschäftige Treiben in der Halle beobachten.

Die Wand, die jetzt die Technikwand verbirgt, wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und wieder aufgebaut. Es handelt sich hierbei um eine Akustikwand.  An den Seiten sind Spiegel angebracht worden, um den Eindruck zu erwecken, dass der Raum weiter in die Tiefe ginge.

Beim Fußboden handelt es sich um einen Terrazzoboden mit Mosaikeinlagen (Technik bei der vor Ort Marmorsplitter mit Zement vermischt auf den Boden aufgebracht werden und erst nach der Trocknung geschliffen werden).

In diesem aufwändig gestalteten Fußboden sind vier Mosaike eingelassen. Sie zeigen den Sitz der damaligen vier Hauptfilialen der Dresdner Bank (Dresden, Bremen, London und Paris).

Bei genauer Betrachtung des Fußbodens sind helle, kreisrunde Punkte zu erkennen. Diese  stammen aus der Zeit der ehemaligen DDR, in der der Ballsaal kurzfristig als Kino genutzt wurde.

Die Stühle hatte man damals auf dem Boden festgeschraubt und die so entstandenen Löcher wurden bei der Renovierung ausgebessert.

Eingang Französische Straße

Der frühere Eingang für die Kunden der Dresdner Bank. Dementsprechend pompös gestaltet (Prestige) mit der Renaissance Kassettendecke (Tudor-Rosen als Verzierung).
Eine der Rosen musste nachgebildet und ersetzt werden, die restlichen konnten original erhalten werden.
Heute wird der Eingang für den Bankettbereich genutzt und ermöglicht so die komplette Trennung zum restlichen öffentlichen Bereich des Hotels.

Betrachtet man die beiden Bilder an den Wänden des Treppenaufganges, dann ist zu bemerken, dass das rechte Bild nicht ganz an der Wand anliegt. Der Grund hierfür ist eine Erschütterung die durch einen Bombeneinschlag im Zweiten Weltkrieg ausgelöst wurde.

Gästeflure, Flure im Erdgeschoss

Alle Fotografien zeigen Details von Architekturen Roms, die Daniele Colarieti auf umfangreichen Erkundungstouren durch die Stadt gesammelt hat. Durch alle Entwicklungsstadien Roms hindurch, beginnend in der Antike über die Renaissancezeit hin zum Barock, wurden im Hotel prägnante Ausschnitte zusammengeführt und erlauben dem Betrachter ein Abschreiten der Entwicklungsgeschichte der Stadt anhand dieser ausgewählten Blicke.

Ausstattungsidee der Zimmer:

Sir Rocco reist selbst sehr viel und legt auf einige Dinge sehr großen Wert, einen ordentlichen Arbeitsplatz mit Internetanschluss (3 m langes Kabel, W-LAN nicht möglich), ein bequemes Sitzmöbel zum entspannen, eine gute Dusche und ein sehr gutes Bett. Einfache Sachen, die aber von erlesener Qualität sein müssen.

Drei Grundfarben waren bei der Inneneinrichtung ausschlaggebend: Schlamm, Taubenblau, Pompejirot.

Bei der Zimmergestaltung wurde die Geschichte des Hauses an vielen Stellen eingearbeitet. So erinnern die Zimmertüren durch ihr Design an eine Tresortüre oder die Dekorationen an den Betten erinnern an Geldmünzen.

Badezimmer

Alle Badezimmer verfügen über separate Badewannen und Duschen.

Wenn man sich in allen Badezimmern nah genug vor die Spiegel stellt, stellt man fest dass sich die eigenen Pupillen zu Vierecken verformen; ein kleines innenarchitektonisches Highlight.

Alle Tageslichtbäder sind aus Marmor, die anderen sind aus Granit oder Sandstein. Das für die Rocco Forte Hotels typische Mosaik findet sich in allen Bädern.

1. Etage

Ehemaliger Direktorenflur mit sehr aufwändiger Ausgestaltung durch Türen mit Mahagonifurnier und Stuckaturen an den Decken.
Die Deckenhöhe beträgt hier ca.4,20 m.
Der Fußboden war während der DDR-Zeit mit Linoleum bedeckt, da der aufwändige Terrazzoboden für die Auffassung der damaligen Zeit zu pompös wirkte. An den Stellen an denen der Mosaikboden noch erhalten war hat man ihn so belassen, der Rest wurde mit Teppich ausgelegt.
Das Linoleum auf dem Boden war ursprünglich höher und somit waren die Türen nach der Freilegung des Bodens zu kurz was mit einer erhöhten Schwelle ausgeglichen wurde.

Historische Suiten

Die Bankdirektoren hatten die Möglichkeit ihre Zimmer nach individuellen Vorlieben einrichten zu lassen. Dementsprechend ist die Raumausstattung dieser Suiten unterschiedlich.  Es sind noch bauzeitliche Wandschränke, hölzerne Wandverkleidungen, bauzeitliche Türen sowie vereinzelt prunkvolle Holzkassettendecken zu finden.

Die Türen sind restaurierte Originale und mit Leder ausgeschlagen.

Die Badezimmer sind alle aus Carrara-Marmor oder Travertin und sind mit einer Mosaikarbeit verziert. Die unterschiedlichen Größen der Badezimmer beruhen darauf, dass das Gebäude denkmalgeschützt ist und daher nicht alle Maße veränderbar sind.

101 Renaissance Suite

Ehemaliger Besprechungsraum. Links und rechts von der Eingangstür war jeweils eine Telefonkabine untergebracht. Die Tapetentür im Bücherregal führte früher ins Sekretariat. Neben dem linken Fenster ist ein Geheimfach untergebracht, der Hebel dazu findet sich in der Fensterverkleidung.

104 Gutmann Suite

In den Eichenholz-Paneelen neben dem Bett befinden sich Spuren des Zweiten Weltkrieges in Form von Beschädigungen an den Wänden. Diese stammen von einem Bombeneinschlag, der zu Kriegsende in diesem Teil der Stadt stattgefunden hat.

Der Wandschrank in der rechten Zimmerecke beherbergte früher eine kleine Hausbar.

Aus der Badewanne hat man einen Blick auf das Treiben auf dem Bebelplatz.

105 Behren Suite verkleidet mit Mahagoni-Furnier und mit der 104 kombinierbar

109 Humboldt-Suite verkleidet mit Eichenholz an der Decke

Dachterrasse

Die 4. und 5. Etage des Hotels sind beim Umbau zum Hotel aufgesetzt worden. Da der Gebäudekomplex unter Denkmalschutz steht, wurden die beiden Stockwerke so weit zurückgesetzt, dass sie vom Bebelplatz aus nicht einsehbar sind, um das Gesamtbild des Platzes nicht zu stören. Die Möbel sind von der Firma DEDON.

Spa

Im Spa- Bereich hat man beim Umbau ebenfalls Anklänge an das ehemalige Bankhaus erhalten. Der damalige Tresorraum, in dem sich heute ein Behandlungsraum befindet, ist im Original erhalten geblieben. Dieser Tresorraum wurde beim Umbau verschlossen vorgefunden und da ein Schlüssel nicht auffindbar war, wurde von außen ein Loch in die Wand gebohrt und die Gitterstäbe aufgeschweißt, um die Tür von innen zu öffnen.

Die Schränke, in denen heute u.a. Handtücher gelagert werden, sind ebenfalls Originale.
Die Fensteröffnung wurde zu den damaligen Bankzeiten von Geldboten genutzt, die hier ihre Geldsäcke abgeworfen haben, die dann direkt im Tresorraum ausgezählt wurden.

Der ehemalige Juwelenraum, in dem die feinen Damen der Gesellschaft in 400 Bankschließfächern ihre Schätze verwahrten, beherbergt das heutige Schwimmbad. Die Wandkacheln spiegeln in ihrer Form und Größe die alten Bankschließfächer wieder.

Das goldene Bisazza Mosaik und die indirekte Beleuchtung gemeinsam mit der Bewegung der Wasseroberfläche bewirken ein Funkeln, das an die Juwelen erinnern mag, die früher hier aufbewahrt wurden.

Obwohl die Säulen im Pool tragende Bauelemente sind, musste eine von Ihnen nur wenige Wochen vor der Eröffnung versetzt werden, da Sir Rocco sich als Sportler eine längere Bahn gewünscht hat und der Pool zu kurz war. Der bereits fertig gestellte Pool (1,35 tief) wurde daraufhin um 5m auf gesamt 20m verlängert.

Es werden verschiedenste Behandlungen wie zum Beispiel klassische oder tropische und asiatische Massagen, Gesichts- und Körperbehandlungen angeboten. 

Bei den Behandlungen werden exklusive Produkte von The Organic Pharmacy verwendet, die frei von jeglichen chemischen Inhaltsstoffen sind. Die pflanzlichen Inhaltsstoffe werden rein organisch hergestellt.

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